Vorgestellt: Das neue Fanprojekt

Seit dem 1. September 2008 gibt es in Magdeburg wieder ein offizielles Fanprojekt. Das Redaktionsteam des „Stadiontreff“ sprach mit den beiden festangestellten Mitarbeitern Stefan Roggenthin und Jens Janeck über Rahmenbedingungen, Inhalte und Perspektiven.

Ein Fanprojekt ist vom DFB für die Regionalliga nicht vorgeschrieben. Warum gibt es in Magdeburg jetzt dennoch eins?
Jens Janeck: Der FCM hat eine Fanszene, die mindestens der eines Zweitligisten entspricht. Und diese Erkenntnis hat sich bei allen Verantwortlichen und den Kostenträgern glücklicher Weise endlich durchgesetzt.

Wer sind diese Kostenträger?
Stefan Roggenthin: Die Kosten tragen zu je einem Drittel der Bund, das Land und die Stadt.

Wer hat die Trägerschaft des Projektes?
SR: „Der Paritätische Wohlfahrtsverband“, Landesverband Sachsen-Anhalt.

Und wie ist der Träger auf Euch als Mitarbeiter gekommen?
JJ: Wir haben uns beworben.

Mit welchen Intentionen und Referenzen?
SR: Ich bin seit meiner Kindheit dem Fußball verbunden, als Zuschauer, Aktiver und Schiedsrichter. Mein erstes FCM-Spiel habe ich mit 7 Jahren gesehen, das war 1987 ein 2:2 gegen Lok Leipzig. Seitdem bin ich zumindest bei den Heimspielen regelmäßig im Stadion. Außerdem besuche ich überall dort, wo ich gerade bin, so oft es irgend geht, Fußballspiele. Mein Studium zum Sozialpädagogen habe ich mit einer Diplomarbeit zum Thema „Soziale Arbeit mit Fußballfans“ abgeschlossen. In diesem Zusammenhang hatte ich natürlich zahlreiche Kontakte zu den Fanprojekten bzw. Fan-Organisationen anderer Vereine, daher bin ich mit der Materie in all ihren Facetten recht gut vertraut. Ich hoffe, dass ich all diese Erkenntnisse gewinnbringend in unsere Arbeit einbringen kann.

JJ: Ich habe während der letzten 7 Jahre als Betreuer und Teamleiter im „Betreuten Wohnen für suchtgefährdete Jugendliche“ gearbeitet. Außerdem verpasse ich kein Spiel des Clubs, bin Gründungsmitglied des FanRat e.V. und war von 2005 bis jetzt dessen Vorsitzender. In dieser neuen Tätigkeit kann ich also sowohl meine beruflichen Erfahrungen als auch meine Kenntnisse der Magdeburger Fanszene und meine Leidenschaft für den Club miteinander vereinen.

Jens

Heißt das, du trittst als FanRat-Vorsitzender zurück?
JJ: Ja, das heißt es. Ich will mich ganz auf meine neue Aufgabe konzentrieren und Überschneidungen oder Irritationen vermeiden. Allerdings sind wir entschlossen, mit dem FanRat, dessen Mitglied ich natürlich bleibe, in Zukunft eng zusammen zu arbeiten.

SR: Ich bin seit meiner Kindheit dem Fußball verbunden, als Zuschauer, Aktiver und Schiedsrichter. Mein erstes FCM-Spiel habe ich mit 7 Jahren gesehen, das war 1987 ein 2:2 gegen Lok Leipzig. Seitdem bin ich zumindest bei den Heimspielen regelmäßig im Stadion. Außerdem besuche ich überall dort, wo ich gerade bin, so oft es irgend geht, Fußballspiele. Mein Studium zum Sozialpädagogen habe ich mit einer Diplomarbeit zum Thema „Soziale Arbeit mit Fußballfans“ abgeschlossen. In diesem Zusammenhang hatte ich natürlich zahlreiche Kontakte zu den Fanprojekten bzw. Fan-Organisationen anderer Vereine, daher bin ich mit der Materie in all ihren Facetten recht gut vertraut. Ich hoffe, dass ich all diese Erkenntnisse gewinnbringend in unsere Arbeit einbringen kann.


JJ: Ich habe während der letzten 7 Jahre als Betreuer und Teamleiter im „Betreuten Wohnen für suchtgefährdete Jugendliche“ gearbeitet. Außerdem verpasse ich kein Spiel des Clubs, bin Gründungsmitglied des FanRat e.V. und war von 2005 bis jetzt dessen Vorsitzender. In dieser neuen Tätigkeit kann ich also sowohl meine beruflichen Erfahrungen als auch meine Kenntnisse der Magdeburger Fanszene und meine Leidenschaft für den Club miteinander vereinen.

Mit welchen Gremien oder Institutionen werdet Ihr darüber hinaus zusammen arbeiten?
SR: Wir werden auch mit der Fanbetreuung des FCM, mit der Stadt und deren Jugendhilfeeinrichtungen, dem Paritätischen Netzwerk und allen anderen in Frage kommenden Institutionen und Gruppen wie Fanausschuss oder Fanclubs zusammen arbeiten.

Stefan

Wie wird das in der täglichen Arbeit aussehen?
SR: Es gibt in der näheren Zukunft erst einmal zwei Schwerpunkte: die überregionale Vernetzung mit all unseren Kollegen und der Koordinationsstelle der Fanprojekte in Frankfurt. Und dann müssen wir unser neues Fanhaus sanieren und einrichten.

Wo ist dieses neue Fanhaus?
JJ: Es befindet sich in der Wilhelm-Kobelt-Straße 35 in Magdeburg-Stadtfeld, direkt hinter der Hermann-Gieseler-Halle. Dieses Objekt wurde uns von der Stadt zur Verfügung gestellt. Es bietet noch zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, was auch bedeutet, dass noch eine Menge zu tun ist. Wir möchten die Fans von Anfang an in diese Gestaltung mit einbeziehen und laden daher alle Interessierten am Dienstag, den 30.9 um 17 Uhr zu einer ersten Besichtigung ein.


SR: Wir brauchen übrigens noch jede Menge Einrichtungsgegenstände und sind für jede Idee und jede konkrete Hilfe sehr dankbar.

Und wenn die Vernetzung erfolgt und das Fanhaus eröffnet ist?
SR: Dann soll das Fanhaus außerhalb der Spieltage die zentrale Anlaufstelle für Clubfans, insbesondere die Jugendlichen unter ihnen sein. Wir werden dort sowohl Hilfe als auch Geselligkeit anbieten. Wir unterstützen jeden, der es möchte, z.B. bei Ausbildungs- oder Finanzproblemen.


JJ: Darüber hinaus wollen wir eine Begegnungsstätte sein, in der sich Fans nicht nur einfach treffen können, sondern in der wir viele thematische Abende rund um den FCM gestalten wollen. Letztendlich werden die Fans selbst darüber entscheiden, was in unseren Räumen geschieht – sie bieten z.B. auch die Möglichkeit, Choreographien vorzubereiten oder ein Traditionszimmer einzurichten.

Wann rechnet Ihr mit der Eröffnung?
JJ: Das hängt stark davon ab, wie viel Hilfe wir erhalten.

Wie erreicht man Euch, bis es soweit ist?
SR: Bei Heimspielen haben wir einen Stand hinter der Nordtribüne. Außerdem werden wir bei jedem Auswärtsspiel präsent sein. Per Mail erreicht man uns unter fanprojekt-magdeburg@web.de

Stefan und Jens, wir danken Euch für dieses Gespräch.