logo

Start Aktuelles Premier-League-Fans planen landesweiten Protest
Premier-League-Fans planen landesweiten Protest E-Mail
Geschrieben von: Kicker   

"Die Klubs müssen gezwungen werden zuzuhören"

Den Fan-Abzug in Liverpool werten sie als vollen Erfolg, jetzt planen die englischen Fußballfans landesweite Proteste gegen die zunehmend schamlosen Ticket-Preise. Bislang wehren sich die Klubs gegen Obergrenzen - Arsenal-Anhänger feierten aber einen Teilerfolg.

 

Jürgen Klopp wägte am Montag jedes Wort genau ab, als er über den Fan-Protest beim FC Liverpool sprach. Slaven Bilic stellte sich verbal mitten in den Fanblock. "Fußball ist nicht Golf oder Polo für die Elite", sagte der Trainer von West Ham United damals im Oktober. "Fußball ist der Sport der normalen Leute. Es sollte kein Privileg sein, allein, mit seinen Kumpels, seiner Freundin, seiner Frau oder seinen Kindern zu einem Fußballspiel zu gehen."

Was am Samstag an der Anfield Road passierte, als 10.000 Zuschauer in der 77. Minute demonstrativ das Stadion verließen, war nur der vorläufige Höhepunkt eines seit Jahren schwelenden Konflikts: hier die Klubs, die einen Großteil ihrer Eintrittskarten teurer und teurer machen, dort die organisierten Fans der Football Supporters' Federation (FSF), die das nicht länger hinnehmen wollen.

20-Pfund-Obergrenze für Auswärtstickets? Klubs fürchten die Folgen

Schon im Herbst, als ihr Bilic aus der Seele sprach, organisierte die FSF einen landesweiten Protest. Mit Gesängen und Bannern forderten Anhänger eine ligaweite 20-Pfund-Obergrenze (knapp 25 Euro) für Auswärtstickets. Letzte Woche mussten sie dann "unglaublich enttäuscht" feststellen, dass die 20 Premier-League-Klubs bei ihrer jüngsten Sitzung nicht einmal darüber abgestimmt hatten. Sie fürchten unter anderem die Reaktion der eigenen Fans, sollten deren Tickets plötzlich deutlich teurer sein als jene im Gästebereich.

Jetzt will die FSF zu anschaulicheren Mitteln greifen - sie erwägt einen Klub-übergreifenden Fan-Abzug à la Liverpool. Auf einem Meeting der organisierten Fans sollen "die nächsten Schritte der Kampagne diskutiert werden", erklärte der FSF-Vorsitzender Kevin Miles gegenüber dem "Telegraph". "Es gibt mehrere Optionen. Der Liverpooler Protest hat sehr erfolgreich auf das ganze Thema der Bezahlbarkeit aufmerksam gemacht: Die Klubs müssen gezwungen werden zuzuhören."

Arsenal-Fans verhindern 39-Euro-Zuschlag

Bislang konnten sie sich taub stellen, weil sich fernab der "normalen Fans" ausreichend Publikum fand, das bereit war, die teilweise obszönen Preise zu bezahlen. Doch halbleere Stadien und sei es nur für 13 Minuten wie in Liverpool - das kann sich auch die Premier League auf Dauer nicht leisten.

Sie spürt den Druck. Der FC Arsenal etwa nahm den 39-Euro-Aufschlag für das Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Barcelona nach einer Protestwelle wieder zurück. Den Ticketeinnahmen dürfte das nicht nachhaltig schaden: Schon bei einem gewöhnlichen Arsenal-Heimspiel kostet eine Karte bis zu 126 Euro.

 

Infostand

ba_infostand.gif

Besucherstatistik

mod_vvisit_counterHeute218
mod_vvisit_counterGestern591
mod_vvisit_counterDiese Woche218
mod_vvisit_counterDiesen Monat11013
mod_vvisit_counterSeit Oktober 2008793284

Online (letzten 20 Minuten): 6
Deine IP: 54.162.76.55


Copyright © 2010 - Alle Rechte vorbehalten - Fanprojekt Magdeburg